Betriebliche Mentor*innen mit interkulturellen Kompetenzen

Plädoyer für kollegiale Begleitung

In den letzten Jahren spielen interkulturelle Öffnung und Kompetenz eine immer bedeutsamere Rolle im Arbeitsprozess. Dies gilt genauso im Hinblick auf Klienten in der Sozial- und Gesundheitsbranche. Insbesondere die Fachkräfte-Gewinnung ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Hier einige Beobachtungen der Sozial- und Gesundheitsbranche aus der jüngeren Vergangenheit .

Die verschiedenen Bildungserfahrungen, sei es fachlich, sprachlich oder kulturell benötigen geeignete Handlungsmuster in der Zusammenarbeit. Eine neue Kollegin oder ein neuer Kollege kommt und bleibt, wenn eine Bereitschaft besteht, den Einstieg und die weiteren beruflichen Schritte kollegial zu begleiten.

Mitarbeitende, die bereits langjährig zum Kollegenkreis gehören, jedoch aufgrund von z. B. Sprachdefiziten bisher keine Weiterbildung möglich war, bleiben in der ‚Helfer-Falle‘ stecken. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Unterstützungsangebote, um weitere Qualifizierungs-Schritte zu planen und zu erzielen.

Fachkräfte aus dem Ausland in den heimischen Arbeitsmarkt z. B. im Pflegebereich zu integrieren, bedarf ebenfalls einer aufmerksamen Begleitung und Einführung, damit z. B. Anerkennungs- und Sprach-Qualifizierimgen erfolgreich verlaufen. Sie kennen die Rückmeldungen von Trägern die ausländische Fachkräfte einstellten und die oft an strukturellen Rahmenbedingungen scheiterten. Daraus zu lernen ist clever.

Können wir auf Personengruppen verzichten, die bisher kaum Erfahrungen mit den Berufen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft haben, wie z. B. Menschen mit Migrationshintergrund? Geeignete Orientierungs- und Qualifizierungs-Formate können dabei die individuelle Integration und die strukturellen Bedingungen neben dem betrieblichen Mentoring unterstützen, siehe dazu unter VOR ORT.

Qualifizierungsreihe 2019 betriebliche Mentoren und Möglichkeit zur Anmeldung unter TERMINE.